Sommer, unbesiegbar

Von der eigentlichen Grenzlinie merkt man, Schengen sei Dank, nichts mehr. Optisch jedoch, optisch entfaltet sich bei der Überfahrt von der einen Hälfte Kakaniens (Schmäh) in die andere (Gulaschkommunismus) noch immer eine vollkommen neue Welt. Ganz woanders sind wir hier, wir haben die Dekadenz des Westens verlassen und sind hinter […]

Das Lied vom traurigen Sonntag

„Außerdem musste man den Selbstmord als Volkssport hochhalten, als das ungarische Laster schlechthin. […] Jahrhundertelang hatten sich Ungarn aller Güteklassen, die es nicht in ungarische Armeen geschafft hatten, die dann ausradiert wurden, das Gehirn weggepustet oder ihren Seelen mit anderen Methoden den Käfig geöffnet. Nur ein paar Minuten der Muße, […]

Der Tod des Sándor Márai

Heute vor 30 Jahren, am 21. (nach manchen Quellen 22.) Februar 1989, starb in San Diego in den Vereinigten Staaten Sándor Márai. Wie es sich für einen ordentlichen Ungarn gehört, durch die eigene Hand. Den Namen des magyarischen Schriftstellers nicht gehört zu haben, kann inzwischen niemand mehr behaupten, der sich […]

Die Schuhe am Donauufer

Spaziert man in Budapest am unteren Donaukai entlang, und zwar auf der Seite des Stadtteils Pest, dann fällt einem circa 300 Meter südlich des Parlamentsgebäudes etwas auf. Lose stehen und liegen dort, zwischen Ketten- und Margaretenbrücke, etliche Schuhe am Ufer herum. Die meisten zeigen mit ihrer Spitze in Richtung Wasser, […]