Strange little girl, where are you going?
The Stranglers
Strange little girl, where are you going?
Do you know where you could be going?
I let my music take me
Cat Stevens
Where my heart wants to go
Who’s Husz?
Verwurzelt in Ungarn, geboren 1983 in Baden-Württemberg, aufgewachsen im Fränkischen Seenland und seit Kindertagen verliebt ins Geschichtenerzählen mit Wort und Bild – das ist Kristy Husz. Ihr Nachname reimt sich auf ‚Fuß‘ und ‚Blues‘, nicht aber auf ‚Kuss‘ oder ‚Busch‘.
Schriftstellerin war ein früher Berufswunsch. Stoffweisenweise wurden Romane aus der örtlichen Bücherei nach Hause geschleppt, um nach wenigen Tagen gegen neues Anschauungsmaterial getauscht zu werden. Das Knistern einer Seite zwischen den Fingern klang gar zu schön. Das Herz hüpfte. Glücklicherweise erkannten drei besondere Parzen – Mama, Grundschullehrerin, Büchereichefin – die Begeisterung fürs Schreiben, Lesen und Vorlesen schnell und förderten sie gebührend. Das Schicksal hatte entschieden, dass die Richtung des Berufswunschs gut und richtig war.
Parallel dazu entwickelte sich eine nie versiegende Leidenschaft für Pinsel und Stifte, Skizzenbücher und Notizhefte, Farben, Papiere und weiteres Kreativwerkzeug. Optik, Haptik und Geruch dieser Utensilien versetzten förmlich in einen rauschhaften Zustand. Ungarische Schreibwarenläden, deren Sortiment stets ein bisschen magischer wirkte als das in Deutschland, wurden ohne Rücksicht auf Verluste und allein begrenzt von den Taschengeldvorräten geplündert (sofern die Familie das Schreibwarenladenbudget nicht großzügig aufstockte, was sie meist tat).
Als dritte Konstante trat im Alter von vierzehn Jahren die Musik in Kristy Huszʼ künstlerisch-literarisches Dasein. Die durch den Tod von Frontman Michael Hutchence nur noch befeuerte Obsession mit der Band INXS wuchs sich rasch zur Liebe fürs Leben aus: Wie ein Schwamm saugte der jugendliche Nerd fortan alles auf, was es über die Sixties, Seventies, Eighties, Nineties und ihren jeweiligen Sound zu erfahren gab. Naheliegend, dass vieles davon Nachhall im persönlichen Portfolio fand und findet. Um es leicht abgewandelt mit Loriot zu sagen: Ein Leben ohne Musik ist möglich, aber sinnlos. Oder, im Bildungsbürgerkanon zeitlich etwas eher angesiedelt: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ (Friedrich Nietzsche)
Dies waren die Voraussetzungen, die den Weg zum Studium der Germanistik, Anglistik und Geschichte im bayerischen Hogwarts (a.k.a. Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt) ebneten, vielleicht sogar vorzeichneten. Vor Ort genoss die pluviophile Hochschülerin neben ihren Seminaren das Regenwetter, besuchte Kurse für Kreatives Schreiben, erlernte das Vergrößern von Schwarzweißfotos in der Dunkelkammer und gründete zwar leider keinen Club der toten Dichter, dafür jedoch einen höchst vitalen Bob-Dylan-Zirkel mit ihrem Englischprof als unwissendem 1. Vorsitzenden.
Der Abschluss als Magistra Artium in den Fächern Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Mediävistik und Englische Literaturwissenschaft bot sodann die Chance, Buchhandlungsinhaberin zu werden und in einem kleinen Verlag mitzuwerkeln – statt das Haifischenbecken den Karrieremarkt von den weichen Stärken der Geistes- und Gespensterwissenschaftler überzeugen zu müssen. Stück für Stück festigten sich in den Folgejahren die Talente, formten sich gemeinsam mit Neigungen und praktischen Erfahrungen zum jetzigen, facettenreichen Berufsbild:
Kristy Husz arbeitet heute als freiberufliche Autorin und Künstlerin an der Schnittstelle zwischen Kunst und Literatur. Sie gestaltet plastische Texte, Handpressendrucke und andere visuelle Werke sowie Lesungen mit Kultstatus. Musik, Mythologie, Natur, Heimat und Vergänglichkeit sind die Themen, die ihr Schaffen maßgeblich beeinflussen.
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Stimmen
Deine Worte sind so angenehm für mich. Wie der Wind aus der Ferne, der ganz behutsam das Herz erwärmt.
Leserzuschrift, 2024
Kristy Husz […] hatte sich den Literaturklassiker „Ich denke oft an Piroschka“ von Hugo Hartung ausgewählt. Die toll vorgetragene Zugszene inklusive regionaler Tonalität begeisterte als kleine Gesellschaftsmodellstudie und als anekdotenreiche Gesprächssammlung.
Altmühl-Bote, Tageszeitung, 2023
Dieses Erlebnis während des Erzählfests in Gunzenhausen ist nicht so schnell zu toppen! „Piroschka und die Gipsy-Boys“ hatten die MS Altmühlsee gekapert und kurzerhand in ein Donaukreuzfahrtschiff umgewidmet, um vor einem restlos begeisterten Publikum ihre Hommage an die ungarische Literatur und die traditionelle ungarische Musik zu feiern.
Altmühl-Bote, Tageszeitung, 2017
Ein sehr ansprechender Text, Kristy, der mich in den Bann zieht. Schön, bewegend und fesselnd. Toll geschrieben. Bitte mehr!
Leserzuschrift, 2017
Kristy, Huszarin der gewitzten Wort- und Satzfindung
Leserzuschrift, 2017
Sprache wandelt sich im Verlauf der Zeiten – deshalb schlage ich vor, das Verbum „huszen“ in die deutsche einfließen zu lassen; es steht für einen unverwechselbaren, plastischen und facettenreichen Schreibstil, der Laune auf mehr macht.
Leserzuschrift, 2017
Es ist eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte, die die Literaturreihe im Hafner da hingelegt hat. Einmal im Monat marschieren dort die Großen der Weltliteratur auf und die Hütte ist voll. Wegen Literatur, wegen Klassikern.
Carpe diem, Kulturmagazin, 2014
[…] plastische und für eine derartige Publikation ungemein lebhaft-literarische Vorstellung des Untersuchungsgegenstandes […]
Rezension zu meinem Fachbuch über Thomas Mann und Eduard von Keyserling, 2013
I love your work. Das ist wirklich sehr gut und genau das, was ich mir wünsche (und wovon ich selber gern noch mehr machen würde).
Bob-Dylan-Experte Heinrich Detering über meinen Essay zu Dylans „Desolation Row“, 2010
Es macht Freude, den Aufsatz zu lesen. Ein leidenschaftlicher Aufsatz. Sie fühlen, was Sie schreiben. Sehr gut!
Beurteilung einer Deutsch-Schulaufgabe, 10. Klasse
Schriftliche Arbeiten erledigt sie selbständig, gewissenhaft und übersichtlich. Ihr Schriftbild wirkt sehr flüssig und einheitlich. Die Ergebnisse im Rechtschreiben sind sehr beachtlich. Auch das Aufschreiben kleiner Geschichten gelingt Kristy schon prima.
Jahreszeugnis, 2. Klasse
Die Ergebnisse im Lesen sind ausgezeichnet. Die Schülerin liest fließend und mit treffender Betonung.
Zwischenzeugnis, 2. Klasse
Große Anerkennung verdienen auch ihre Arbeiten im bildnerischen Bereich. Sie lassen ein großes Talent zum Malen, sowie einen ausgeprägten Sinn für Formen und Farben erkennen. Die gestalterische Umsetzung der Themen gelingt ihr ausgezeichnet.
Zwischenzeugnis, 1. Klasse
