Busó

Willkommen in meiner Heimatstadt: Mohács im Süden Ungarns, gelegen am rechten Ufer meiner geliebten Donau.

Zum Ende der Karnevalsaison verkleiden sich die Einheimischen als furchteinflößende Busós und verjagen den Winter mit Musik, Tänzen und Faschingsumzügen. Die Feierlichkeiten nennen sich „Busójárás“, dauern knapp eine Woche und wurden 2009 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Der Legende nach geht die Tradition auf die Herrschaft der Osmanen im Königreich Ungarn zurück. Es heißt, dass in einer dunklen und stürmischen Nacht die Šokci (eine lokale südslawische Bevölkerungsgruppe) beängstigende Masken aufsetzten, über den Fluß ruderten und für Höllenlärm sorgten. So vertrieben sie die osmanischen Truppen aus Mohács, welche sich von Dämonen angegriffen glaubten…

Mit dieser Druckgrafik möchte ich meiner Großmutter väterlicherseits gedenken. Sie war eine Šokica und verstarb leider viel zu früh, und ich wünschte, ich hätte sie kennenlernen dürfen. Dank ihr und meiner Uroma mütterlicherseits wurzle ich in einer einzigartigen und inspirierenden Kultur. ❤️

Solltest du jemals selbst ins Donau-Bayou reisen, wirst du überwältigt sein von den vielen kunstvollen und gruseligen Busó-Masken, die du dort erwerben kannst. Wenn dir der Teufel in Papierform ausreicht, um ein paar böse Mächte elegant loszuwerden, dann ist mein schaurig-schöner Linolschnitt genau das Richtige für dich.

Linolschnitt auf Kraftpapier
ca. 23 x 23 cm
49 €

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  1. Pingback: „A Dunánál“

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